Perspektiven zur väterlichen Identität – Was haben wir denn hier zu sagen?

Dies ist eine Frage, mit der sich Geflüchtete in ihrer Rolle als Väter häufig konfrontiert sehen. Ihre Erziehungsvorstellungen passen nicht zu den Werten, mit denen sie in der neuen Welt konfrontiert sind. Vor diesem Hintergrund stellen vor allem die heranwachsenden Söhne auch den Status ihrer Väter als Familienoberhaupt in Frage, was nicht selten dazu führt, dass diese wiederum ihre Position mit Gewalt zu verteidigen versuchen.
Sind die Gemeinsamkeiten als Männer und Väter größer als die Unterschiede aufgrund der Migration oder hat die soziale Herkunft doch mehr Einfluss? Wie wirken diese ethnisch kulturellen (und religiösen) und sozialen Zugehörigkeiten zusammen?
Diese interkulturellen Perspektiven auf die Rolle des Vaters rufen unterschiedliche Vorstellungen, Erfahrungen und Gefühle bei Engagierten hervor. Was heißt das für die Begleitung und Unterstützung von geflüchteten Vätern?
Alois Metzger, Diplompädagoge und Systemischer Familientherapeut, ist langjähriger Mitarbeiter in einem Beratungszentrum für Jugend und Familie und mit den Wertekonflikten in Familien, insbesondere zwischen Vätern und Söhnen mit einem anderen kulturellen Hintergrund sehr vertraut. Er wird durch Einblicke in seine Arbeit Impulse für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch und die kultursensible Begleitung der Zielgruppe geben.
Veranstaltungsort: Ausbildungscampus, Jägerstraße 14, 70174 Stuttgart
Referent: Alois Metzger
Datum: 20.02.2019, 17.00 Uhr – 19.30 Uhr